Stösschen!
Geschrieben von jaklein am 7. August 2008 | Abgelegt unter wo kein Name hat
Geschrieben von jaklein am 7. August 2008 | Abgelegt unter wo kein Name hat
Geschrieben von jaklein am 6. August 2008 | Abgelegt unter iBlog
Nicht nur Frauen haben einen Hau, wenn es um Schuhe geht. Ich auch.
Gestern – ich wollte mir zum Abschied aus Stuttgart noch schnell eines jener wunderbaren, leinengebundenen Notiz-Bücher kaufen, die sich so wunderbar geschmeidig blättern und trotzdem so wunderbar stabil sind und die es in Berlin nichteinmal bei Manufaktum gibt – war ich also im "Breuninger".
Für alle die noch nie in Stuttgart waren: Der oder das "Breuninger" ist ein recht großes Kaufhaus, auf das Stuttgart sich ‘ne Menge einbildet und wo’s dann so Sachen gibt, die kein Mensch braucht und/oder kein Mensch bezahlen kann. Für die Berliner unter meinen Lesern: Der oder das "Breuninger" st so eine art teures KDW für Schwaben.
Da war ich also gestern im vierten Stock, in der Abteilung, die garantiert sämtliche Büro-Artikel führt, die man in einem Büro garantiert NICHT braucht. Und eben diese meine Lieblingsnotizbücher. Die haben da – ich schwöre bei dem Füllfederhalter mit dem ich mein Abitur geschrieben habe – als Stiftmäppchen getarnte Etuis, zur Aufbewahrung von zwei versilberten Edelstahl-Röhrchen. Eines der Röhrchen dient der Aufbewahrung einer einzelnen kleinen Zigarre und das andere fasst ca. 1 cl Flüssigkeit. Ich schwöre! Gut, in das Getränke-Rohrchen kann man sicher auch Fanta oder Sprite hineingeben aber wer zur Hölle schleppt eine einzelne kleine Zigarre und 1 cl Southern Comfort – oder sonstigen Schickeria-Fusel mit sich herum und tarnt dies auch noch als "Stifte"? Selbst den heimlichen Alkoholikern unter den Snobs oder den Snobs unter den heimlichen Alkoholikern traut man mehr Stil zu, als ihre Sucht hinter derlei überkandideltem Bourgeoisie-Schnickschnack zu verstecken.
All den Lesern, die hier nur wegen der unscharfen iPhone-Fotos gelegentlich mal hinsurfen sei gesagt: Leider ist es mir wegen der schummerigen Lichtverhältnisse und der dunklen Farbe der Etui-Hülle nicht gelungen ein verwertbares Foto von dem Schicki-Micki-Säufer-Etui zu machen. Da ich derlei Unsinns-Accesoires auch bisher noch nirgendwo anders gesehen habe, weiss ich auch nicht, ob es mir gelingen wird, dies nachzuholen.
Nun hatte ich mich also gerade von dem Schock erholt, der einen befällt, wenn man eines unschuldigen Dienstag-Nachmittags über derlei verquere Utensilien stolpert, als ich nichtsahnend die Rolltreppe hinunter fuhr. Mein Blick klärte sich gerade wieder von den Tränen, die ich eben noch gelacht hatte und plötzlich fielen mir DIESE SCHUHE ins Auge.

Von über 60 EUR auf knappe 30 reduziert, da hat man als Schwabe keine Wahl. Da gibt’s auch kein "hässlich". Und was Zinedine Zidane kann, kann ich schon lange, zumindest modemässig.
Nun hab ich also neue Schuhe, sie sind von Nike und silber und aus 100% Vollplastik und ich liebe sie sehr. Fast so sehr wie meine ersten eigenen Turnschuhe, die ich einmal als Kind geschenkt bekam.
Das war so: Ich war neun und wir lebten noch ich Temeswar. Das liegt in Rumänien und 1980 in Rumänien echte Adidas-Turnschuhe zu haben, war eine kleine Sensation. Ich wachte also eines Morgens auf und neben meinem Bett standen diese Schuhe. Sie waren weiss und die äußeren der beiden Adidas-Streifen waren blau, der mittlere war rot. Die Fläche zwischen den Schnürsenkeln und der Fusspitze war mit regelmässig angeordneten kleinen Löchern versehen und die graue Sohle zog sich bis hoch über die Fußspitzen. Ich hatte noch nie solche Schuhe gesehen und wenn man das heute auch nicht für möglich hält, es waren echte Adidas, denn diese Schuhe wurden damals wie heute in der Lederfabrik meiner Geburtsstadt Temeswar angefertigt.
Wie dem auch sei, ich habe diese Schuhe damals so sehr geliebt, dass ich sie eine geschlagene Woche nur in der Wohnung und sogar nachts im Bett getragen habe. Seitdem hab ich einen Hau – was Schuhe angeht..
Geschrieben von jaklein am 5. August 2008 | Abgelegt unter iBlog

Morgen endet mein kurzes berufliches Gastspiel in Stuttgart. Deswegen gibts heute hier Kekse.
Wieso? Weshalb? Warum? Vielleicht später mal ausführlich…
Geschrieben von jaklein am 1. August 2008 | Abgelegt unter iBlog
Geschrieben von jaklein am 30. Juli 2008 | Abgelegt unter iBlog
Geschrieben von jaklein am 16. Juli 2008 | Abgelegt unter nur so
Geschrieben von juergen@kleinfilm.de am 26. Mai 2008 | Abgelegt unter iBlog
Seit August 2006 hab ich kein Auto mehr. Braucht man ja in Berlin auch nicht. Aber jetzt bin ich in Stuttgart. Selbst die S-Bahn ist hier Provinz. Füße auf den Sitz, laut Musik hören und das Trinken von Alkohol sind hier verboten. Wer einmal in Berlin S-Bahn gefahren ist, kann sich das wahrscheinlich nicht vorstellen.
Bahn fahren war ja früher auch nicht drin. Außer die S- und U-Bahn in Berlin. Heute geht das ohne weiteres. Es ist ja mehr das Ankommen, wovor man Angst hat, als das Fahren selbst. Nun bin ich in Stuttgart angekommen. In Stuttgart-Vaihingen. Vielleicht war es ja das, wovor ich früher immer Angst hatte. Stuttgart Vaihingen, Provinz, Stumpfsinn. Naja und Bierverbot in der S-Bahn. Fehlt nur noch der Aufkleber mit der Aufschrift “Säubert das Reich!”

So sieht das hier aus, wenn ich auf die Bahn warte.
Für viele die mich länger kennen ist das neu, das ich Bahn fahre. Für mich auch. Wenn man schon so weit gekommen ist, denke ich manchmal, müsste man noch viel weiter gehen. Nicht stehenbleiben.
Amerika vielleicht denke ich, oder für’s Erste England. Einfach in einen Zug steigen und los fahren. Irgendwo hin. Und erst aussteigen, wenn man Hunger bekommt oder Durst. Einfach so, gegen die Angst vor dem Ankommen.
Ein Mädchen mit roten Haaren und blassen Knien kaut an ihren schwarz lackierten Fingernägeln. Sie will nicht fotografiert werden, schenkt mir aber beim Aussteigen ein Lächeln.
Coco Chanel hatte Recht. Das unerorischste Körperteil einer Frau sind die Kniekehlen.
Geschrieben von juergen@kleinfilm.de am 16. Mai 2008 | Abgelegt unter iBlog
Seit gestern hab ich einen neuen Job. In Stuttgart. Das hier ist der Blick aus meinem Fenster.
Die Firma ist im siebten Stock, eine Höhe die noch vor vier Jahren undenkbar gewesen wäre. Heute geht’s. Wenn das mal keine positive Entwicklung ist…
Ich war auch schon auf dem Dach. Auch das hab ich bestimmt seit zehn Jahren nichtmehr gemacht, irgendwo auf’s Dach gehen. Hätt ich vielleicht in Berlin öfter machen sollen, jetzt ist Berlin weit weg.
Das Beste an Stuttgart und dem neuen Job, ist bisher der Blick aus dem Fenster, aber ich habe noch Hoffnung.
Ob es sich gelohnt hat, des Geldes wegen aus Berlin weg zu gehen, das kann ich noch nicht sagen, vielleicht wenn ich an Weihnachten noch hier bin. Vielleicht auch schon früher.
Bis bald!
Geschrieben von jaklein am 17. Februar 2008 | Abgelegt unter Berlinale 2008
Ein letztes Mal früh aufstehen!
Meine Müdigkeit merke ich vor allem daran, dass ich von den fünf Filmen des Heutigen Tages nur einen behalten habe.
Der Retrospektive - Beitrag Susanna (1951), von Luis Bunuel im Mexikanischen Exil gedreht, schildert in kammerspielhafter Intensität den Konflikt zwischen Mann und Frau auf der gesellschaftlichen Schwelle zur Moderne. Klingt geschwollen und aufgesetzt, ist es zum Teil auch aber eben nur zum Teil.
Die Schöne und gleichzeitig ein wenig unwirklich-gefährliche Susanna flieht aus ihrer stilisierten Gefangenschaft und findet Zuflucht auf einer Farm. Während die Frau des Hauses Susanna wie eine Tochter annimmt verführt diese reihum die Männer des Hauses, beginnend bei dem Sohn über den Vorarbeiter bis hin zum Hausherren.
Die Mischung aus Naivität und Kalkül mit der Susanna dies tut wird dabei immer absurder und unterstreicht die Schemenhaftigkeit dieses excellent inszenierten Filmes. Im Gegensatz zu seinen frühen Filmen, in denen Bunuel absurde Handlung in die normale Welt projiziiert, sind bei Susanna die Figuren und Handlunge so real und normal, dass die Welt in der sie sich bewegen und an der sie scheitern das eigentlich absurde zu sein scheint.
Ihr habt es bald geschafft.
Geschrieben von jaklein am 16. Februar 2008 | Abgelegt unter Berlinale 2008
Mir stecken die sechs Tage Festival ganz schön in den Knochen. Sechs mal bin ich nun also schon – mehr oder weniger konsequent – um sechs Uhr aufgestanden, um als einer der Ersten in der Kartenschlange zu setehen. Sechs Tage lang mit vier Stunden Schlaf auszukommen, das schaffen nur die Harten. Viel Kaffee, kaum Alkohol und wenig leichtes Essen haben mir sehr dabei geholfen. Ich hab auch weniger geraucht und einen Frühlingsmantel hab ich mir auch gekauft. Man will ja nicht frieren beim Gutaussehen.
Die ersten beiden Filme des heutigen Tages verdienen keine weitere Erwähnung, kommen wir also gleich, direkt und ohne Umschweife zum Highlight. Isaac Juliens Film Derek schildert in vielen bekannten aber auch in privaten Bildern und einem letzten langen Interview viel persönliches über den 1994 an AIDS gestorbenen britischen Maler und Filmemacher Derek Jarman, ohne dessen Filme sicher einige von uns nicht diesen Beruf ergriffen hätten. Über weiten Strecken des Filmes liegt als Voice-Over ein Brief, in dem Tilda Swinton ihrem ehemaligen Entdecker und Weggefährten 13 Jahre nach seinem Tod nochmal für alles dankt. Ich kann mich da nur anschliessen.
Überhaupt ist die diesjährige Berlinale voll mit gelungenen Hommagen an die ganz grossen.
Ein kleines Ärgerniss – und diese häufen sich im diesjährigen Wettbewerb – war Lance Hammers Ballast, ein ebenso Emotions- wie Erreignisloses Middle-Of-Nowhere – Familiendrama, von dem ich mir bei den Vorschusslorbeeren – auf Regisseur und Film – ein wenig mehr Drama erhofft hatte.
Auch heute wieder:
Bald kann ich wieder ausschlafen. Guten Nacht!