Tag 8 – Auf der Zielgeraden
Ein letztes Mal früh aufstehen! Meine Müdigkeit merke ich vor allem daran, dass ich von den fünf Filmen des Heutigen Tages nur einen behalten habe. Der Retrospektive – Beitrag Susanna (1951), von Luis Bunuel im Mexikanischen Exil gedreht, schildert in kammerspielhafter Intensität den Konflikt zwischen Mann und Frau auf der gesellschaftlichen Schwelle zur Moderne. Klingt ...
Tag 7 – durch den Wind
Mir stecken die sechs Tage Festival ganz schön in den Knochen. Sechs mal bin ich nun also schon – mehr oder weniger konsequent – um sechs Uhr aufgestanden, um als einer der Ersten in der Kartenschlange zu setehen. Sechs Tage lang mit vier Stunden Schlaf auszukommen, das schaffen nur die Harten. Viel Kaffee, kaum Alkohol ...
Tag 6 – der schwächste Tag bisher
Mit der französischen Produktion Lady Jane starte ich in den Tag und mir scheint, die inhaltliche Krise des deutschen Filmes ist voll angekommen im Land von “Nouvelle vague”. Auch der zweite Beitrag, der japanische Film Kabei reisst mich nicht vom Hocker, zu lang, zu oberflächlich, zu albern. Irgendwie scheint dies kein gutes Jahr für asiatische ...
Tag 5 – viel Schmutz, wenig Weisheit
“Über den Berg” bedeutet, wir nähern uns dem Ende. Heute ist Mittwoch, ich muss also nur noch drei Mal früh aufstehen, nur noch drei Mal morgens frieren. Für heute hab ich mal nur fünf Filme ausgesucht, auch meine Kräfte nähern sich dem Ende, weswegen ich auch nur über vier davon berichten werde… Mit Sleep Dealer ...
Tag 4 – Abwechslung rettet meinen Tag
Schwer zu sagen, wie ich heute aus dem Bett gekommen bin – immerhin haben schon drei volle Festival-Tage deutlich ihre Spuren bei mir hinterlassen – aber nach dem ersten Beitrag des heutigen Tages war ich hellwach! Der Brasilianische Beitrag Tropa De Elite – schon im Vorfeld der vielversprechendste Film des Festivals – schafft es eindrucksvoll, ...
Tag 3 – Satie, Bach, Schubert – Vergangenheit essen Zukunft auf
Heute möchte ich nur auf die beiden intensivsten Beiträge des Tages eingehen, was den anderen Filmen gegenüber auch gar nicht unfair ist. In dem feinfühlig inszenierten und grandios besetzten Film ELEGY von Isabel Coixet – Nach dem Roman “The Dying Animal” von Philip Roth – erzählt uns die zynische und ein wenig arrogante Hauptfigur David ...
Tag 2 – Kunst, Musik und Mexiko
Ein wenig ratlos hinterließ mich der Beitrag aus Mexiko LAKE TAHOE, mein erster Film des heutigen Tages. In langen, elegischen Einstellungen erzählt der Film das gelangweilte Hin und Her seines Protagonisten, eines 16 jährigen Jungen, der gerade seine Vater verloren hat, worüber er aber kaum Emotionen zeigt. Mein Sitznachbar wollte wissen, “was lernen wir aus ...
Berlinale – Die richtige Wahl
Ich werde oft gefragt, wie ich unter den viel zu vielen Filmen, die jährlich zur Berlinale antreten, diejenigen auswähle, die es sich wirklich anzusehen lohnt. Die Wahrheit ist schwer, denn man weiss nie. Man sieht einem Film mit Starbesetzung nämlich nicht an, ob er etwas taugt, genausowenig wie einem unabhängigen Koreanischen Dokumentarfilm. Daher ist meine ...
Berlinale 2008 – Tag 1 – überall Sex, Lug und Trug
Die Berlinale hat begonnen, zehn wahnsinninge Tage voller Figuren, Geschichten und Ereignissen. Zehn Tage Ausnahmezustand, zehn Tage Dunkelheit, zehn Tage viel zu viele Filme aber auch zehn Tage Glanz in unserem sonst so bescheidenen Berlin. Heute war’s erstmal tragisch, dramatisch und versaut. Irgendwo in Finnland wünscht eine Frau sich dringend ein Kind. Irgendwo in Laos ...

















