Die Welt zu Gast bei Juergen

Mach' ein Bild von der Welt, eh' sie vergeht!

Ein Film wie ein Maik – mit „ai“

Tschick

So mutig wie ein Pubertier – Tschick, der Film – Bild: SN/constantin film

Zunächst die gute Nachricht: Ich hab‘ schon schlimmeres gesehen, vor allem wenn wir über deutsche Literaturverfilmungen reden.

Und jetzt die schlechte: Die „Tschick“-Verfilmung von Fatih Akin is so blutleer wie ein unbenutzter Tampon. Aber ich fang‘ mal lieber „vorne“ an, bzw. „oben“ also am Kopf, also da, wo der Fisch namens „Deutscher Film“ schon seit langer, langer Zeit… sagen wir mal „etwas gebraucht“ „riecht“.

Brav, beige, langweilig und feige – das schlimmste, was einem „Kult-Buch“ passieren kann.

Wie kommt also eine solche „Literaturverfilmung“ in Deutschland in der Regel zustande? 

Auch Opfer unter den Deutschen

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Ja, ich weiss! Das gibt jetzt wieder Ärger… Zu Recht. Weil ich für Menschen, mit deren Meinung oder Haltung ich nicht zu 100% d’accord gehe oder, lasst es mich noch krasser sagen, deren Geschwätz ich unpassend bis widerlich finde, die politisch völlig inkorrekte Bezeichnung „Opfer“ wählte. Ihr habt ja recht! Aber der Titel bot sich eben an.

Worum geht es? Als ich heute, nach einem sonnigen und wonnigen Tag mit meinen Kind auf dem Rückweg aus dem Freibad einen ampelphasenbedingten Halt vor der offenen Tür einer jener Kneipen, in denen in Deutschland offenbar Politik gemacht wird, einlegen musste, vernahm ich folgende Worte (und leider nicht nur ich)

„Und ich meine nicht die sch… Asylanten, die eh schon hier sind und als Putzfrau oder Müllmann arbeiten, [man möchte sich – SORRY – einen leichten sächsischen Akzent vorstellen] ich meine die Bedrücher, die grode gomm. Hier, seit dos in der Bresse is. Hier, do hintn, in Moabitt. Ene dreihundert Meder longe Schlonge. Drei HUNDERT Meder.“ Und während ich unsicher das besorgte Gesicht meiner Tochter betrachtend auf baldiges Grün hoffte, ging es weiter: „Und ni de ärmsden… De meestn hom Dausende Dolloar on irschendwelsche Schlepper bezoahlt un gommn midn neistn eifon“

Ja. Nun erklären Sie mal einem dreijährigen Kind, warum der Man so brüllt und worüber der sich gerade so aufregt…

Bombenstimmung!

„Wenn man in ein Flugzeug steigt, sollte man auf jeden Fall immer eine Bombe bei sich tragen. Die Wahrscheinlichkeit, dass EINE Bombe an Bord ist, ist schon sehr gering, die Wahrscheinlichkeit, dass ZWEI Bomben an Bord sind, ist hingegen sehr viel geringer.“

Dieses Zitat von [Laurie Anderson] – man mag mich gerne korrigieren – für das ich auch leider keinerlei Beweis in dem von mir einsehbaren Teil des Internets finde – wurde in Zeiten meiner späten Jugend immer gern kolportiert, wenn es darum ging, Statistiken, soziologische Erkenntnisse oder absurde Einschnitte in Privatsphäre und persönliche Freiheit infrage zu stellen oder zu karikieren. Und ich habe es gern benutzt, um meine Sicht auf bestimmte Aspekte des Themas „Empirische Bewiskraft willkürlicher Behauptungen“ zu illustrieren. Ich liebte daran stets die absurde Ironie, die in der Aussage steckt und die beim – hoffentlich genaueren Nachdenken – dazu führt, dass man sich dem einen oder anderen Thema vielleicht objektiv oder wenigstens von einem anderen Standpunkt aus zu nähern bereit ist. Aber das hier geht zu weit.

Tag der Arbeit!

Tag der Arbeit

Ich hatte heute einen entspannten und trotzdem sehr produktiven ersten Mai. Vor allem weil ich mich von allem fern gehalten habe, was in Berlin diesen Tag ausmacht. Hier ein kurzes Protokoll:

Aufgewacht * Blick auf’s Handy * Uhrzeit für zu früh empfunden * Liegengeblieben * Nach einem Buch gegriffen * Festgestellt, dass die Brille auf dem Schreibtisch liegt * Mich alt gefühlt * Nach dem iPad gegriffen * Festgestellt, dass der Akku noch für eine Sendung in der Mediathek reicht * Neo Magazin Royale geschaut * Hin und wieder gelacht * Aufgestanden *